Mit dem Programmbeschluss zum Neubau der Rosa-Parks Schule kann der Rat am Mittwoch einen lange überfälligen Schritt tun und nach Jahren voll Planungs-Irrwegen endlich Fakten schaffen.
Die neue Rosa Parks Schule wird eine Lernumgebung bieten, die den Ansprüchen an eine zeitgemäße Pädagogik gerecht wird. Ein Ort, an dem sich Schüler*innen und Lehrkräfte gerne aufhalten.
Dies spielt in der öffentlichen Debatte derzeit aber leider eine eher untergeordnete Rolle. Der Fokus liegt gerade vor allem darauf, wie groß und wie „event-tauglich“ die ebenfalls geplante Sporthalle sein soll.
Aktuell ist eine Halle vorsehen, die fast doppelt so viele Zuschauer*innen fasst wie die aktuelle Halle. Schulsport und Vereinssport kann dort weiterhin stattfinden.
Einigen Fraktionen geht diese Planung nicht weit genug. Sie wünschen sich eine Sporthalle, die den Anforderungen der ProA Liga entspricht. Würde man die Schulsporthalle vergrößern, wäre mit einer Kostensteigerung von mindestens 10,5 Millionen Euro zu rechnen.
Eine Summe, die unsere Stadt nicht mal so eben aus der Kaffeekasse zahlen kann.
Im Ausschuss für Schule Bildung Kultur und Sport wurde deutlich, dass am Standort Rosa-Parks Schule eine Halle dieser Größenordnung nicht möglich ist.
Nun steht der Vorschlag im Raum, eine solche Halle an einem anderen Standort an der Fritz-Erler-Straße zu bauen.
Zusätzlich zur Schulsporthalle- die dann aber etwas kleiner ausfallen soll. Die Kosten für diesen Bau sind bisher nicht beziffert, dürfen aber deutlich über den 10,5 Millionen Euro liegen.
Wir Grünen in Herten sind der Auffassung, dass wir vor allem eine Schulsporthalle benötigen, die auch von einer großen Zahl unterschiedlicher Sportvereinen genutzt werden kann.
Im Jugendhilfeausschuss wurde beschlossen, die Kita Distelpink deutlich kleiner zu bauen,als geplant, um 800.000 € zu sparen. Und wenige Tage später fordern die gleichen Fraktionen, dass Millionenbeträge für eine Profisporthalle bereit gestellt werden!
Das passt für uns nicht zusammen.
Prestigeprojekte dieser Größe sind nur möglich, wenn der finanzielle Spielraum groß genug ist.
Das ist er in unserer Stadt leider nicht.