Die Verwaltung schlägt in der aktuellen Sitzungsfolge die Aufstellung eines Bebauungsplans für die landwirtschaftliche Fläche neben dem Autohandel an der Feldstraße in Langenbochum vor. Dort möchte ein Investor einen Supermarkt errichten. Dieser soll eine Verkaufsfläche von rund 1.500m² umfassen.
Die Notwendigkeit und den Bedarf für einen Supermarkt sehen wir an dem vorgesehenen Standort nicht.
Nördlich des Standortes befindet sich kaum Wohnbebauung. Somit kommt für die Fußläufige Erreichbarkeit nur ein sehr eingeschränkter Bereich in Frage.
Mit einer Fahrtzeit von rund 10-15 Minuten mit dem Fahrrad bzw. 5-10 Minuten mit dem Auto erreichen die Menschen von dort aus die Supermärkte in Herten-Bertlich, Herten-Disteln, Herten-Mitte oder sogar Marl-Polsum bzw. Marl-Mitte. Die Nahversorgung ist in Langenbochum durch Lidl, Aldi und Rossmann sichergestellt. Auch vor dem Hintergrund des in Herten-Mitte vorgesehenen Vollsortimenter-Marktes in den Hertener Höfen und keine 2,5 Kilometer Luftlinie entfernten Marktkauf erscheint ein weiterer Supermarkt für eine Stadt wie Herten vollkommen überzogen.
Auch verlieren wir in Deutschland täglich ca. 50ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Auf Bundes- und Landesebene gibt es bereits die Ziele diesen Trend zu stoppen. Das heißt auch, dass wir in Herten mit der Bebauung und dem damit unwiederbringlichen Verlust von landwirtschaftlichen Flächen aufhören müssen.
Eine zufriedenstellende Lösung für den dort ansässigen Reitverein konnte die Verwaltung in der gestrigen Ausschusssitzung nicht darstellen.
Hinzu kommt, dass der Verkehrskontenpunkt Feldstraße / Mühlenstraße schon heute ein gefährlicher Kreuzungspunkt für den Rad- und Fußverkehr ist. Mit einer weiteren Zu- bzw. Ausfahrt wird die Situation noch gravierender.
Aus diesen Gründen haben wir gestern im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Wirtschaft die Vorlage abgelehnt und werden dies auch in der Ratssitzung tun.